Lea Sonja - Muisig wo nach Heimat teent!

Ich bin eine junge, heimatverbundene Mundartmusikerin aus Nidwalden. Meine Begeisterung für die Musik drücke ich in meinen «Dialäktliädern» aus. Dabei lege ich besonders viel Wert auf meinen Nidwaldnerdialekt der frisch, manchmal etwas kantig und wiederum sanft daherkommt. In meinen Folk Pop Liedern mache ich mit einzelnen Jodelelementen oder Instrumenten wie Akkordeon und Kontrabass auch immer wieder meinen Ursprung in der Volksmusik hörbar. Mit meiner klaren Naturstimme und meinen ehrlichen Texten, inspiriert von Alltagsbegegnungen, Gedankengängen oder den ganz grossen Fragen und Geschichten des Lebens, möchte ich meine Zuhörer:innen berühren.

Musik lässt mich selbst meinen eigenen Ursprung, meine Wurzeln in meiner Heimat, meine Herkunft, aber auch mein eigenes Wesen tief in mir spüren. Sie gibt mir Boden und Sicherheit in dieser schnellen Welt, in der sich morgen schon alles ändern kann.
Viele junge Menschen zieht es weg von ihrer Heimat, vom Land in die Stadt oder vom einfachen Leben in den heutigen, hochkomplexen und durchgetakteten Alltag. Der Druck der Gesellschaft und der Wirtschaftslage, diesen Weg einzuschlagen, wird immer grösser.
Ich möchte diese Menschen mit meinen Liedern an ihre Heimat und ihre Herkunft erinnern. Ich möchte sie diese Sicherheit, diesen Boden spüren lassen und ihnen die grosse Kraft aufzeigen, die in ihren eigenen Wurzeln liegt.

Meyni Wurzlä

Gesungen und besonders gejodelt wird bereits seit Generationen in meiner Familie. Aufgewachsen in der Landwirtschaft, war zwar nie besonders viel Zeit für Freizeit da, die Musik war aber immer schon da. So wurde ich morgens oftmals von den Jodelmelodien meines Vaters aus dem Kuhstall geweckt und konnte Stunden am Keyboard meiner Grossmutter verbringen, die ebenfalls in meinem Elternhaus wohnt. Ich wusste schon immer, dass ich kreativ bin. Als es um die Berufswahl ging, habe ich es aber nicht gewagt, auf diese Eigenschaft und besonders auf die Musik zu setzen. Mir war klar: Musik ist etwas für die Freizeit, davon kann man nicht leben. Daher habe ich mich für eine dreijährige Lehre im Nachbardorf entschieden. In den Lehrjahren haben sich der Leistungsdruck und die Erwartungen an mich selbst stark gesteigert. Schlussendlich habe ich die Ausbildung zwar mit Kantonsbestnote abgeschlossen, bei den vielen Gratulationen aber gemerkt, dass mir dieser Erfolg überhaupt nichts bedeutet.

Erst so realisierte ich, dass der klassische Berufs- und Karriereweg, wie «man» ihn einschlagen sollte, mich in meinem Leben nicht glücklich macht. Ich sah plötzlich ganz klar, dass es immer schon die Musik war, die mir Freude macht und mein Leben positiv beeinflusst. Im Gegensatz zur Schule und zur Ausbildung habe ich beim Singen nie einen Leistungsdruck gespürt. Singen hat sich immer leicht angefühlt. So habe ich für die Musik wieder mehr Platz in meinem Leben geschaffen. Ich besuchte den Gesangsunterricht sang wieder stundenlang. Bald kam der Wunsch auf, nicht nur für mich selbst zu singen, sondern meine Leidenschaft und Freude für die Musik auch mit anderen Menschen zu teilen. So begann ich, meine Musik, damals schon besonders Mundart Covers, auch an Hochzeiten zu spielen. Als die Pandemie die ganze gesellschaftliche Freizeit für einen Moment stillgelegt hat, machte ich noch mehr Musik. Durch diese Gegebenheit und die vielen Gedanken, die mich als junge Person in dieser Weltlage plötzlich beschäftigten, sind aus meinen Gedanken meine ersten eigenen Lieder entstanden. Ganz ohne Plan, Druck und zu Beginn auch ohne das Ziel, dass diese je meine eigenen vier Wände verlassen würden.

Schnell merkte ich aber, dass mich meine eigene Musik, meine «Dialäktliäder», nicht mehr loslassen und dass diese auch anderen gefallen und sie sogar berühren können. So ist die Reise weitergegangen. Ich habe geschrieben, aufgenommen und im Frühling 2026 mein erstes Album «Schwoubänäschtli» mit zehn Songs als CD veröffentlicht. Obwohl ich noch nicht genau weiss, wohin mich meine Musik führen wird, ist es wunderschön, dass du mich auf dieser Reise begleitest! So scheen, bisch dui hiä!

“ Und wenn ich zweyflä dänk ich dra, ah diä Mänschä wo mich nid äläi lend lah stah. Ich glaibä was zeud uf derä Wäut wo miär hend, isch dass miär fescht zunänand luägä diänd”

Meys Härz gad uif - Lea Sonja

So scheen bisch dui hiä!